Nvidia hat den Preis seiner Workstation-Grafikkarte RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB Speicher auf 16.000 Dollar erhöht. Das entspricht einem Anstieg von 110 % gegenüber dem ursprünglichen Vorbestellpreis von 7.600 Dollar. Der aktuelle Preis ist damit mehr als doppelt so hoch wie der Wert zum Zeitpunkt der Markteinführung im letzten Jahr.
Preisentwicklung der RTX Pro 6000 Blackwell und der Verbraucherkarten
Der Preis der RTX Pro 6000 hat seit ihrer Einführung mehrere Änderungen durchlaufen. Anfang 2025 lag er bei Vorbestellungen bei über 7.600 Dollar, einen Monat später wurde sie für etwa 8.500 Dollar im Handel angeboten. Im Juni 2026 stieg der Preis dann auf über 13.000 Dollar, was 80 % mehr als zum Start war.
Die Preiserhöhungen betrafen auch die Verbraucherserie von Nvidia, wo die Anstiege bis zu 150 % erreichten. Am stärksten betroffen waren die Top-Modelle:
- Die RTX 5090 wird im August 2026 für über 4.000 Dollar verkauft, obwohl ihr Startpreis bei 2.000 Dollar lag.
- Die RTX 5070 kostet bei Amazon und Newegg rund 900 Dollar, was einem Anstieg von fast 65 % gegenüber den ursprünglichen 549 Dollar entspricht.
- Die RTX 5050 wird für über 300 Dollar verkauft, bei einem ursprünglichen empfohlenen Preis von 249 Dollar.
Speicherknappheit als Hauptursache
Hinter der Verteuerung steckt die Speicherknappheit, die durch die Nachfrage nach KI-Technologien angetrieben wird. Einige Branchenschätzungen deuten darauf hin, dass dieser Zustand mehrere Jahre anhalten könnte. Der CEO von SK Hynix, Kwak Noh-Jung, erklärte, dass 2027 für die Branche die schlimmste Zeit sein könnte und die Nachfrage auch nach 2030 das Angebot übersteigen könnte.
Der Informatikforscher und Software-Performance-Experte Daniel Lemire bezeichnete den Anstieg der Speicherpreise als historische Anomalie. Seiner Meinung nach haben diese Veränderungen Jahrzehnte stabiler und exponentieller Kostensenkungen praktisch ausgelöscht. Das Speicherproblem betrifft den gesamten Elektronikmarkt, einschließlich Laptops, Desktop-PCs, Smartphones und Spielkonsolen.